Sammlung: Tagebücher der Soldaten

  • Tagebuch-Ausschnitte von Armeegeneral Schredder


    Es war Anfang 2019,

    also ist es jetzt schon gut ein halbes Jahr her,

    als Truppenteile aus der CSAT auf mich zukamen und mich baten zurückzukommen,

    um erneut die Führung der CSAT zu übernehmen und für Ordnung und Struktur in dem Heer zu sorgen.

    Die Entscheidung viel mir nicht leicht, ich hatte immerhin einen guten Ruf zu verlieren.

    Dennoch entschied ich mich, die Herausforderung anzunehmen,

    ich zog meine Uniform und meine Stiefel an, richtete mein Barrett und setzte mich per Mehrheitsentscheid gegenüber anderen Mitbewerbern wieder auf den Thron.


    Ich begutachtete die Truppe,

    die meisten kannte ich bereits aber dennoch war es anders.

    Ich, war anders, aber auch die Truppe, war anders.

    Die extreme härte, die ich zum Teil damals an den Tag gelegt hatte, war nicht notwendig.

    Eher machte es den Anschein, dass die Truppe froh war unter altbekannter Führung einem neuen Feldzug entgegen zublicken.

    Ich wusste was die Truppe kann, die Truppe wiederum wusste was ich will!


    Die Grundsätze waren wieder da:

    Ehrlichkeit, Zusammenhalt, Teamgeist, Ehrgeiz

    und vor Allem die Bereitschaft mitzuhelfen.


    So begannen unsere Vorbereitungen und wir wussten,

    zu dem Zeitpunkt war der Feind besser Trainiert als wir.

    Der Führungsstab war schnell zusammen, allesamt fähige Leute, die wussten was zutun war,

    damit der Zustand gekippt war.

    Aber etwas, war anders.


    Der Radarcontainer war defekt,

    das ganze führte dazu das ganze Truppenverbände verloren gegangen waren.

    Keine Kontrolle in der Schlacht, die zügel entglitten mir. Wir wurden zurückgeschlagen!

    Der Zustand zog sich über viele Schlachten weiter, die Stimmung der Truppe war äußerst schlecht.

    Führungskräfte kehrten mir den Rücken, die Beteiligung ging zurück.

    Was also tun, aufgeben? Kapitulieren?

    Niemals, das ist nicht Teil der Grundsätze, die hier in der Fraktion gelebt werden.

    Hier heißt es Kämpfen um jeden Millimeter Staub!

    Und genau das,

    genau das machte ich der Truppe klar und sie gaben nicht auf.

    Das taten sie nie, je schwerer es wird umso stärker die Truppe.


    Wir waren zurück, die einzelnen Truppenteile verschmelzten wieder zu einem Heer,

    da war sie wieder, die alte Stärke!

    Während des Feldzuges kämpften wir gemeinsam, Schlacht für Schlacht, verbittert und verbissen um jeden Meter!

    Das Ergebnis, wir rückten vor. In kleinen Schritten aber in Schritten.

    Als die Vorräte zuneige gingen und ein Ende des Feldzuges nicht mehr weit entfernt schien,

    es muss die vorletzte Schlacht gewesen sein, da gab es einen Plan.

    Das Ziel machte ich dem Heer sehr deutlich, es mussten so viele Punkte wie möglich her.

    Mindestens 50 sollten es sein und dann die letzte Schlacht zu 100% in der Defensive,

    denn die Defensive war in diesem Feldzug unsere Stärke.

    Doch es kam anders.


    Das vorletzte Gefecht des Feldzuges verlief nicht nach unseren Vorstellungen,

    ich grübelte und machte mir Gedanken. Was tun in solch einer ausweglosen Situation.

    Circa ein Drittel der Schlacht befasste ich mich mit möglichen Planänderung.

    Deren Folgen sowie auch Konsequenzen abgewägt, immer und immer wieder.

    Dann gab ich den Befehl,

    taktischer Rückzug.

    Wir wurden an beiden Fahnen zurückgedrängt, es waren noch Vorräte für gute 20 Minuten vorhanden.


    Taktischer Rückzug und alle an die V-Front,

    die Truppen zögerten nicht, begaben sich unverzüglich Richtung V-Stadt.

    Sie haben den Sektor unter Kontrolle gebracht und warteten nur noch auf meinen Befehl es zu beenden.

    Ich erklärte der Truppe später,

    dass es manchmal sinnvoll sei, mit Stolz einen Schritt zurück zu machen,

    als dass man bei dem Versuch krampfhaft nach vorne zu gehen, untergeht.


    Derweil erreichten mich Spionageberichte über den Zustand des Feindes.

    Es soll wohl Führungsposition gegeben haben, die in dem Glauben waren,

    dass das die letzte Schlacht sei und feierten ihren Sieg über die Truppen der CSAT.

    Sowas kann doch nur durch mangelnde Kommunikation passieren und ich machte mir Gedanken darüber,

    wie wohl die Taktischen- sowie Führungsqualitäten des feindlichen befehlshabenden Generals seinen.

    Einige feindliche Truppenteile waren durch die extremen Fehlentscheidungen so unzufrieden, dass sie

    ankündigten zur CSAT überzulaufen.

    Spieler, die zum Teil sogar Führungspositionen bekleidet hatten.

    Und ich fragte mich wieder, wie kann sowas nur passieren?


    Die Stabsoffizere, Truppführer und engagierte Soldaten der CSAT versammelten sich nur noch sperrlich

    zu den Vorbereitungen zu letzten Schlacht.

    Der grobe Plan stand recht schnell:

    Die V-Fahne wird zur Festung, die A-Fahne wird improvisiert.

    Das Ziel: Kampagnensieg!


    Aber das war nicht mein letzter Coup,

    ich habe das Heer gebeten, Generäle vorzuschlagen,

    welche den kommenden Feldzug leiten mögen.

    Ich wurde vorgeschlagen und nahm ohne eine einzige Gegenstimme an.

    Es gibt Leute die Behaupten, ich wüsste was ich tue aber

    ich muss ganz ehrlich dazu sagen.

    Ohne jeden einzelnen hier, wäre die OPT nichts und ich somit auch nichts.



    02.07.2019

    Das Jahr ist noch nicht zu Ende!


    Die Fronten zwischen den beiden Fraktionen kühlt etwas ab,

    man trifft sich gemeinsam auf anderen Schlachtfeldern wieder

    und es gibt Gerüchte, man hätte da sogar Spaß.


    Nebenher laufen natürlich die Vorbereitungen für die kommende Kampagne,

    aus der CSAT wurde SWORD.

    Leider gab es einige mehr Überläufer als erhofft. Einige konnten aufgenommen werden,

    bei anderen muss noch entschieden werden. Es gab auch zwei Überläufer von SWORD

    und laut Medienberichten, engagieren diese sich sogar an der Führung.

    Aus Generalkollegialität vermittelte ich dem feindlichen befehlshabenden General

    die stärken der beiden. Einer der beiden ist ein äußerst guter Taktiker. Der andere wiederum

    sehr stark im rekrutieren.

    Man hört von großen Lücken in der Führungsriege, da würde es ja nur passen wenn man wenigstens einen

    der beiden nutzt um strukturelle Lücken zu schließen.

    Wenn da nicht die Beschwerde der Luftwaffe wäre. Ja, die Beschwerde hat mich auch erreicht.

    Lächerlich, dachte ich mir. Sind doch erwachsen, dachte ich bis dahin.


    Nichts desto trotz,

    die Pläne des feindes kann ich nicht lesen. Sie scheinen so unlogisch, dass die vielleicht schon wieder logisch sind?

    Es wird ein neuer befehlshabender General gewählt

    und das Ergebnis ist erstaunlich. Es wird der gleiche General gewählt, der zwei Feldzüge nicht in der Lage war,

    aus dem ganzen eine gemeinschaftliche Truppe zu formen. Es wird der General gewählt,

    der Fehlentscheidungen getroffen hat, welche nicht unbeteiligt waren an dem Verlauf des letzten Feldzuges.

    Erhofft man sich Besserung oder versucht man zwanghaft eine Fraktion zu zerstören?


    Eins ist mir jedoch klar:

    Struktur ist die Lösung aller Probleme.

    Ohne Struktur verliert man die neuen Rekruten,

    ohne Struktur verliert die Truppe die Motivation,

    ohne Struktur verlieren alle den Spaß,

    und Struktur erreicht man nur gemeinsam!


    gez. Armeegeneral Schredder